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Andere Länder – andere Sitten. Das gilt auch, wenn es um Ihre Sicherheit geht. Viele Tipps für Reisende finden Sie zusätzlich auf der rechten Seite.

Praxistipp - Rund um den Bau

Der Bau eines Hauses, das ist eine Entscheidung fürs Leben, die mit einer Menge Kosten verbunden ist. Noch teurer kann es werden, wenn man nicht den richtigen Versicherungsschutz hat - und zwar schon vor Baubeginn.

Doch welche Police sollte es sein, welche ist überflüssig? Wie viel Schutz brauche ich und wie viel Schutz will ich?

Bauherrenhaftpflicht

Die Baustelle - nichts ist für Kinder spannender. Ein ungesichertes Gerüst, ein herabfallendes Werkzeug, ein wackliger Bretterstapel - die Unfallgefahr auf der Baustelle ist groß.

Hat der Bauherr seine Baustelle nicht genügend gesichert - wobei die Anforderungen hier sehr hoch sind - ,dann haftet er für Verletzungen und Schäden. Auch ein Schild mit der Aufschrift ?Eltern haften für Ihre Kinder? nützt im Ernstfall überhaupt nichts. Das Schild schließt Schadenersatzansprüche nicht aus, die gegen einen Bauherren gestellt werden, wenn spielende Kinder in die Baugrube fallen.

Grundsätzlich ist zuerst einmal der Bauherr für Schäden verantwortlich, die einem Dritten entstehen. Er muss gegebenenfalls beweisen, dass ein anderer für den Schaden verantwortlich ist. - Das kann im schlimmsten Fall die Existenz kosten. Davor schützt die Bauherrenhaftpflicht - eine eigentlich unentbehrliche Police.

Eine Privathaftpflichtversicherung springt hier übrigens nicht ein! Diese versichert in der Regel nur kleinere Bauvorhaben bis 10.000 EUR (in dem von GutGuenstigVersichert angebotenen Tarif bis 50.000 EUR). Das reicht natürlich für den Bau eines Hauses nicht aus. Deshalb ist der Abschluss einer separaten Bauherrenhaftpflichtversicherung bei größeren Bauvorhaben wichtig.

Schaden-Beispiele:

Ein Kind fällt beim Spielen in die nicht ausreichend gesicherte Baugrube (wobei sich natürlich die Frage stellt, wie man eine Baugrube ?ausreichend? sichern kann).

Einem am Bau beschäftigten Handwerker fällt ein Werkzeug vom Gerüst und verletzt einen Passanten schwer. Da der Handwerker nicht ausreichend versichert war und den Schaden auch nicht zahlen kann, haftet letztendlich der Bauherr.


Bauleistungsversicherung

Diebstahl auf dem Bau, Stürme, Materialfehler oder auch Vandalismus können das halbfertige Eigenheim in eine Bauruine verwandeln. Das hat schon manchen Traum vom Eigenheim platzen lassen.

Passieren Schäden am Bau, ist es oft schwer, den für den Schaden Verantwortlichen herauszufinden. Kann kein "Schuldiger" gefunden werden, ist es der Bauherr selbst, der die Kosten für die erneute Errichtung des Bauwerkes zu tragen hat.

Das sind die Hauptgefahren auf einer Baustelle, die durch die Bauleistungsversicherung abgedeckt werden: Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, Böswilligkeit, mangelnde Bauaufsicht, außergewöhnliche Witterungseinflüsse, Diebstahl eingebauter Teile etc.

Schaden-Beispiele:

NachEinbringung des Estrich friert es über Nacht überraschend. Der komplette Estrich muss wieder entfernt und neu gemacht werden.

Eine Bande Jugendlicher streift des Nachts durch das noch unbewohnte Neubauviertel. Aus ?Jux und Dollerei? werfen die Jugendlichen Ihre frisch gesetzten Fenster ein und sprühen Farbe auf den neuen Außenanstrich.

TIPP: Es ist üblich, die Kosten dieser Versicherung auf die am Bau beteiligten Firmen umzulegen. Dies wird bereits bei der Bau-Ausschreibung geregelt.

Feuerversicherung

Das Risiko, dass der Rohbau abbrennt, ist ebenfalls versicherbar ? entweder, in dem das Risiko in die Bauleistungsversicherung eingeschlossen wird oder mit Hilfe einer Feuerversicherung, die oft kostenloser Bestandteil der Wohngebäudeversicherung ist (z.B. bei dem von GutGuenstigVersichert angebotenen Tarif). Diese kann man schon zu Baubeginn abschließen.

Für manche Bank ist diese Versicherung sogar eine Voraussetzung für die Kreditvergabe.

Unfallversicherung

Nachbarn, Freunde und Verwandte sind oft die wichtigsten Helfer, ohne die so manches gar nicht gebaut worden wäre. Die unbezahlten Bauhelfer sind automatisch gesetzlich versichert, auch wenn der Bauherr seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Helfer bei der Berufsgenossenschaft anzumelden und dafür einen Versicherungsbeitrag zu zahlen (Was den Bauherrn natürlich nicht von dieser Verpflichtung entbindet).

Für den Bauherren und seine Ehefrau gibt es diesen automatischen Unfallschutz nicht. Er hat aber die Möglichkeit, eine freiwillige gesetzliche (ebenfalls bei der Berufsgenossenschaft) oder private Unfallversicherung abzuschließen.

Was sonst noch zu beachten ist

Alle oben genannten Versicherungen enden, bis auf die private Unfallversicherung, mit Beendigung der Bauarbeiten. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung und die Bauleistungsversicherung sind normalerweise auf einen Maximalzeitraum begrenzt (i.d.R. auf zwei Jahre bei Massivbauten und 6 Monate bei Fertighäusern). Sollte Ihnen dieser Zeitraum nicht genügen, müssen Sie rechtzeitig daran denken, beim Versicherer eine Verlängerung zu beantragen.

Wenn das Haus (fast) fertig ist, sollten Sie, falls noch nicht geschehen, schnellstens eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Wenn Sie dies bereits getan haben, dann sollten Sie Ihren Versicherer über den Bezug des Hauses unterrichten, damit der Versicherungsschutz auch auf die Gefahren Leitungswasser und Sturm/Hagel erweitert wird.

Falls in Ihrem Gebäude ein Öltank befindet, ist dringend zum Abschluss einer Gewässerschadenhaftpflicht-Versicherung zu raten. Denn sie haften - auch ohne Verschulden - als Besitzer einer gefährlichen Anlage für Schäden in voller Höhe. Zur Schadensdimension: Ein einziger Liter Heizöl, der aus einem Tank ausläuft, kann eine Million Liter Trinkwasser verseuchen.

Praxistipp - Sanierung

Wenn Sie ein Haus kaufen und es von Grund auf sanieren bevor Sie einziehen, müssen Sie, was den Versicherungsschutz angeht, einige Besonderheiten beachten, vor allem dann, wenn das Gebäude in der Sanierungsphase leer steht.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Diese Versicherung ist bei einer umfangreichen Bausanierung genau so unverzichtbar wie bei einem Neubau! Als Bauherr sind Sie grundsätzlich für alle Gefahren verantwortlich die von Ihrer Baustelle ausgehen, selbst dann, wenn ein anderer, z.B. einer der Handwerker, einen Schaden verursacht. Zwar ist in diesem Fall letztendlich der Handwerksbetrieb regresspflichtig, wenn dieser jedoch nicht ausreichend versichert ist, weil z.B. seine Versicherung veraltet und die Versicherungssumme zu niedrig ist, nützt Ihnen dies wenig.

Die für die Prämienberechnung anzusetzende Bausumme ist Ihre Investitionssumme für die Sanierung. Vergessen Sie bei der Berechnung der Eigenleistung auch nicht die kostenlose Nachbarschafts- oder Verwandtenhilfe.

Bauleistungsversicherung

Bauleistungs- oder Bauwesenversicherung versichert die Neubausubstanz gegen alle möglichen Schäden, aber Achtung: NUR DIE NEUBAUSUBSTANZ!

Das bedeutet: auch wenn Sie das Feuerrisiko einschließen, ist der Altbau nicht automatisch mitversichert, dies müssen Sie auf anderem Weg lösen.

Die für die Prämienberechnung anzusetzende Bausumme ist Ihre Investitionssumme für die Sanierung.

Feuer-Rohbauversicherung

Bei einem Neubau schließt man im allgemeinen schon bei Baubeginn eine Wohngebäudeversicherung ab. Die meisten Versicherer bieten in diesem Fall an, den Rohbau kostenlos gegen Feuer zu versichern. Bei einer Sanierung handelt es sich jedoch nicht um einen Rohbau, deshalb ist dies hier nicht möglich.

Wohngebäudeversicherung

Eine Wohngebäudeversicherung versichert bewohnte Gebäude, so wie es der Name schon vermuten lässt. Sie haben deshalb im Falle eines Leerstandes während einer Sanierungsphase möglicherweise ein Problem.

Es ist anzunehmen, dass der Altbau vorher schon mit einer Wohngebäudeversicherung abgesichert war.  Einerseits sind Sie verpflichtet, dem Versicherer die Risikoerhöhung zu melden. Verschweigen Sie nämlich den Leerstand, so wäre dies eine Verletzung der sogenannten Obliegenheitspflicht und würde den Versicherer von seiner Leistungspflicht im Schadensfall entbinden. Es bringt Ihnen daher auch nichts, die Versicherung einfach weiter laufen zu lassen und den Versicherer nicht über die Sanierung zu informieren.

Es bietet sich deshalb an, bei dem bestehenden Versicherer zuerst einmal anzufragen, ob dieser das Gebäude auch in der Umbauphase ? evtl. gegen Zuschlag und wenigstens die Feuergefahr ? weiterversichert.

Der Versicherer hat aber die Möglichkeit, das erhöhte Risiko abzulehnen. Das bedeutet, dass Sie nach einer anderen Lösung suchen müssen. Selbstverständlich würde die alte Versicherung in diesem Fall erlöschen, so dass Sie diese Gelegenheit auch nutzen können um die Versicherung zu wechseln.

Bauhelferversicherung

Auch bei einer Sanierung sollten Sie auf ausreichenden Versicherungsschutz für Ihre Bauhelfer achten.