So hilft Dir eine Rechtsschutzversicherung
Rechtsstreitigkeiten kosten Zeit und Nerven. Ohne eine passende Rechtsschutzversicherung werden sie zudem teuer. Das kannst Du allerdings verhindern.
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Foto: Pixabay / WilliamCho / justice-statue-lady-justice-2060093
Ob Streit mit Deinem Arbeitgeber, ein Verkehrsunfall, Ärger mit Deinem Vermieter oder eine Auseinandersetzung im privaten Umfeld: Manchmal brauchst Du schneller einen Anwalt, als Dir lieb ist. Landet der Streit dann vor Gericht, drohen hohe Kosten. Kaum jemand stemmt solche Beträge aus eigener Tasche.
Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten gemäß der vereinbarten Leistungen für Dich. So musst Du nicht erst überlegen, ob Du Dir eine juristische Auseinandersetzung überhaupt leisten kannst, sondern stehst für Dein Recht und Deine Interessen ein.
Diese Bereiche kannst Du absichern
Eine Rechtsschutzversicherung funktioniert nach dem Bausteinprinzip. Das bedeutet: Du sicherst genau die Rechtsfelder ab, die für Dich relevant sind. Folgende Bausteine bieten die Versicherungen in der Regel an:
-> Privatrechtsschutz für rechtliche Auseinandersetzungen im privaten Bereich – zum Beispiel Nachbarschaftsstreitigkeiten.
-> Berufsrechtsschutz für Konflikte im Arbeitsleben – zum Beispiel bei unrechtmäßiger Kündigung.
-> Verkehrsrechtsschutz beispielsweise nach einem Verkehrsunfall – in etwa bei unklarem Hergang.
-> Wohnrechtsschutz – zum Beispiel als Mieter bei Streit mit dem Vermieter, oder, als Eigentümer, bei Auseinandersetzungen mit Behörden.
Die Rechtsschutzversicherung lässt sich also an Deine persönliche Situation anpassen. Beachte bitte, dass manche Bausteine nur in Kombination mit gewissen anderen Elementen wählbar sind. Falls Du unseren Vergleichsrechner nutzt, wirst Du automatisch darauf hingewiesen.
Darauf solltest Du achten
Auch beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung gilt es, ein paar Faktoren zu beachten. Hier erfährst Du, was relevant ist:
1. Wartezeiten
Bei vielen Rechtsschutzversicherungen gibt es eine Wartezeit von meist drei Monaten. Das bedeutet: Der Versicherungsschutz beginnt nicht unbedingt sofort für alle Leistungsbereiche.
Wichtig ist außerdem, dass die Ursache für einen Rechtsstreit nicht bereits vor Abschluss der Versicherung absehbar war. Eine Rechtsschutzversicherung ist also nicht dafür gedacht, einen bereits entstandenen oder unmittelbar bevorstehenden Streit nachträglich abzusichern.
2. Selbstbeteiligung
Viele Tarife bieten eine Selbstbeteiligung an. Dafür fällt der Versicherungsbeitrag in der Regel niedriger aus. Liegen die Kosten für einen Rechtsfall im Rahmen Deiner gewählten Selbstbeteiligung oder nur knapp darüber, solltest Du den Streit nicht der Versicherung melden, sondern selbst zahlen.
3. Arbeitsrecht
Bist Du angestellt, ist der Baustein Berufsrechtsschutz sinnvoll. Denn bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten gilt in der ersten Instanz eine Besonderheit: Jede Partei trägt ihre Anwaltskosten selbst – unabhängig davon, wer den Prozess gewinnt.
Schon ein vergleichsweise einfacher Streit vor dem Arbeitsgericht verursacht also Kosten für Dich. Eine Rechtsschutzversicherung trägt dieses finanzielle Risiko.
4. Mediation statt Gerichtsverfahren
Es muss nicht immer direkt vor Gericht gehen. Auch eine Mediation durch einen neutralen Vermittler kann ein Weg sein, eine Rechtsstreitigkeit zu lösen. Viele Versicherer bieten diese Leistung an, denn eine Mediation kann Zeit, Kosten und Nerven sparen.
Du siehst: Eine Rechtsschutzversicherung muss nicht zwingend alle Bausteine enthalten. Wichtig ist, was zu Deiner persönlichen Situation passt. Vergleiche gerne über unseren Rechner verschiedene Tarife oder melde Dich bei uns, falls Du noch Fragen hast. Wir helfen Dir dabei, den passenden Schutz zu finden.
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